Sambia, der Schmetterling im Herzen Afrikas, gilt für viele noch als Geheimtipp. Zweimal so groß wie Frankreich, ist das Land reich an landschaftlicher Vielfalt mit einer einmalige Tierwelt und vielen endmischen Tieren wie die zerzaust wirkenden Pukus oder die Thornicroft Giraffe. Zahlreiche Sumpfgebiete, Flussufer und Lagunen sind Lebensraum für Vögel. Sambia ist ein Paradies für Ornithologen, vor allem in der „green season“. Es ist zudem das Land der legendären “walking safaris” die hier erfunden und entwickelt wurden sowie der Viktoriafälle, einer von 17 Wasserfällen des Landes und natürlich auch der Bekannteste.

Da Sambia noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden ist, kann man hier die Natur authentisch und in Ruhe erleben. Der größte und älteste Nationalpark ist der Kafue im Westen, gefolgt vom South Luangwa Park im Osten. Ursprünglichstes Afrika ist der kleine Bruder des South Luangwa, der Luambe und der North Luangwa Park. Der Sambesi, der im Süden des Landes die Grenze zu Botswana bildet, hat dem Land nicht nur seinen Namen gegeben – 2/3 des Flusses verlaufen durch sambisches Staatsgebiet.

Die Bevölkerung Sambias ist freundlich und Besuchern gegenüber aufgeschlossen. Die zahlreichen ethnischen Stämme leben friedlich zusammen und leben noch sehr traditionsverbunden. Dies reflektiert sich nicht nur in den typischen afrikanischen Dörfern, sondern auch in den zahlreichen Festen, wie dem jährlichen Fest der Lozi im Westen Sambias.

Die Monate Juni/Juli sind kühl und trocken mit Tagestemperaturen um 25°C. Ab Sept. wird es warm bis sehr heiß, vor allem im Tal mit Temperaturen bis über 40°C. Da der Tag/Nacht Rhythmus aber immer um die 6/6 Std. bleibt, ist es erträglich, da es abkühlt sobald die Sonne blutrot am Horizont in die Dunkelheit gefallen ist. Viele Nationalparks sind der Regenzeit von November bis März nicht zugänglich. Die Viktoriafälle hingegen sind am beeindruckensten im Mai/Juni, da sie dann das meiste Wasser tragen.

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Reisevorschlag

TAG
1
ABREISE

Mit Linienflug reisen Sie nach Sambia – entweder über Südafrika, die Golf Region oder Addis Abeba.

TAG
2-5
LOWER ZAMBEZI (FAHRTZEIT CA. 2 ½ STD.)

Bei Ankunft in Lusaka erfolgt zunächst die Erledigung der Zoll-und Einreiseformalitäten. Vor der Ankunftshalle werden Sie dann erwartet und erhalten hier Ihren Mietwagen mit einer kleinen Einweisung. Anschließend machen Sie sich auf den Weg in den Lower Zambezi.

Die Straße von Lusaka nach Süden ist 3-spurig ausgebaut. Nach anfänglichen Industrie- und Farmgebieten geht es serpentinenartig bergauf- und bergab. Bevor hier die sogenannten Panikstreifen – Auslaufwege mit Kies – für die LKW’s bebaut wurden, gab es hier regelmäßig schwere Unfälle und die einzige Durchgangsstraße nach Süden war oft tagelang bis zur Bergung gesperrt. Jetzt ist es vor allem eine landschaftlich besonders reizvolle Strecke.

Kiambi liegt außerhalb des eigentlichen Nationalparks (ca. 40 km), aber sehr schön am Zusammenfluss zwischen von Zambezi und Kafue. Und ein Tagesausflug in den Park kann vor Ort dazu gebucht werden oder man fährt selber hin. Man kann Kiambi gut als Eco-Lodge bezeichnen. Sie folgt den natürlichen Gegebenheiten ohne zu viel Luxus und Klimbim. Man hat als Gast die Wahl zwischen einem Chalet oder einem typischen Safarizelt mit oder ohne Klimaanlage. Auch Camping an einer sehr schönen Stelle am Fluss wird angeboten. Kiambi hat sich zudem auf Kanusafaris spezialisiert, die man hier optional buchen kann. Allerdings sollte man sich der latenten Gefahr durch Flusspferde bewusst sein!

TAG
5
LUSAKA

Es geht zurück nach Lusaka und aus logistischen Gründen empfiehlt sich hier eine Übernachtung. Man kann entweder in der Nähe des Flughafens preiswert im Pioneer Camp übernachten oder Sie fahren Richtung Zentrum und übernachten im Southern Sun. Manchmal hat das in der Nähe gelegene Intercontinental günstige Special Preise, sodass auch dies eine Alternative ist.

Das Southern Sun liegt zentral, ca. 4 km vom eigentlichen Zentrum Lusakas und 27 km vom internationalen Flughafen entfernt. Es bietet beste Standardqualität einer internationalen Hotelkette und hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Vor allem aber gibt es hier einen bewachten Parkplatz. Das Hotel hat Swimmingpool, einen irischen Pub, ein Restaurant und einen Innenhof mit kleinem Garten und Imbiss Bereich. Alle Zimmer haben Radio, TV, Minibar, Fön und Heißwasserkocher für Kaffee /Tee. In den Zimmern gibt es freien WLAN Zugang. Das notwendige Passwort erhält man individuell an der Rezeption. Eine Budget Version des Southern Sun ist Stay Easy, was ebenfalls zur Kette gehört.

TAG
6-9
KAFUE – ZENTRAL (FAHRZEIT CA. 4 ½ STD.)

Die 1. Station im Kafue ist die innerhalb des Parks, aber zentral gelegene Mayukuyuku Lodge.

Mayukuyuku ist ein kleines, privat geführtes Camp mit nur 4 Safarizelten mit angeschlossenem Bad. Wer hier anreist, erlebt eine Mischung aus rustikaler außergewöhnlicher Gastfreundlichkeit und herrlicher Lage am Fluss. Das Camp liegt sehr zentral, dennoch innerhalb des Nationalparks und zeichnet sich somit durch eine hohe Anzahl von Wildpräsenz aus. Die Eco-Lodge bietet neben dem Safari Paket auch eine „full-board only“ Option und Camping. So können Sie tagsüber den Park mit dem Mietwagen erkunden und optional vor Ort weitere Aktivitäten hinzu buchen.

TAG
9-11
KAFUE – STAUDAMM (FAHRZEIT CA. 3 STD.)

Auf der Fahrt in Richtung Süden kommen Sie beim Iteshi Teshi Staudamm vorbei. Die Anfahrt führt auf einer Gravel Piste durch offene Ebenen. Die Strecke ist nicht lang und kann in ein paar Stunden bewältigt werden. Am Ufer des Stausees liegt dann auch die Konkomoya Lodge. Sie wird von einer Italienerin betrieben und besteht aus 4 großen, auf einer Holzplattform errichteten Safarizelten im kolonialen Stil. Diese abgeschiedene Lodge bietet Natur pur und familiäre Betreuung. Umgeben vom Nationalpark findet man allerlei Spuren von vorbeiziehenden Tieren und der eine oder andere Vierbeiner zieht auch schon mal tagsüber am Camp vorbei. Puku, Impala, Zebra sind gern gesehen Besucher, ebenso auch Leoparden oder Löwen. Am Stausee hat sich über die Jahre ein Ecosystem entwickelt, das zur Heimat zahlreicher Flusspferde, Elefanten, Wasserbüffel und Vögel geworden ist.

Konkomoya bietet neben dem üblichen Safaripaket ebenfalls „nur Vollpension“ sowie Übernachtung in einem einfachen Buschcamp an.

TAG
11-13
KAFUE – NORD (FAHRT CA. 6 STD.)

Um nicht allzu viel Strecken doppelt fahren zu müssen, geht es zurück in Richtung Mayukuyuku, aber dann weiter zur Leopard Lodge. Die Fahrt ab Mayukuyuku dauert ca. 3 ½ bis 4 Std.

In der nördlichen Region verbringen Sie die Tage, in der vom Besitzer selbst geführten, kleinen Leopard Lodge. Ein Highlight dieser Lodge ist die große Plattform, die auf den Fluss hinaus gebaut wurde und die somit eine herrliche Perspektive bietet, um die Umgebung zu beobachten und zu erleben. Leopard ist ein lieblicher, abgeschiedener Ort am Fluss, der Ruhe und Entspannung ausstrahlt. Es gibt neben dem Restaurant mit Bar 5 elegante Chalets mit klassischem Reetdach. Es wird auf eine möglichst naturnahe Unterbringung Wert gelegt und so wird z.B. nur 100%ige Baumwolle und Holz des Landes für die Innendekoration verwendet. Zahlreiche Aktivitäten von Buschwanderung über Ausflüge mit dem Geländewagen oder dem Boot werden angeboten. Die Lodge ist als Eco-Lodge eingestuft.

TAG
13
LUSAKA (FAHRZEIT CA. 5 STD.)

Von der Leopard Lodge geht es zurück nach Lusaka. Hier angekommen geben Sie Ihren Mietwagen entweder am Tag 13 zurück und besuchen den South Luangwa als fly-in Safari oder Sie übernachten nur und fahren weiter mit dem Auto.

TAG
14-18
SOUTH LUANGWA (FAHRZEIT CA. 10-12 STD.)

Sehr früh morgens starten Sie heute zu Ihrer langen Fahrt in den Osten des Landes. Nachdem Sie Lusaka hinter sich gelassen haben, folgen Sie der Great East Road, einer guten Teerstraße die sich mit langgezogenen Kurven um das Escarpment windet. Aber Vorsicht! Der Schein trügt oft. Auch wenn lange Zeit kein Gegenverkehr zu sehen ist, kommt plötzlich ein LKW entgegen, in der Regel in der Mitte der Straße. Denken Sie also immer an den Linksverkehr und weichen zur „richtigen Seite“ aus. Defekte, liegen gebliebene Fahrzeuge erkennen Sie auch vor Kurven an den niedergelegten dicken Ästen, die als Art Warnzeichen gelten.

Ab Petauke gibt es eine Abkürzung (kilometermäßig) die quer durch das Land führt, aber auf einer nicht befestigten Straße mit großen Steinbrocken, die kaum eine zeitliche Ersparnis bringt. Am späten Nachmittag erreichen Sie dann Ihr Ziel, den South Luangwa Nationalpark. Er ist der bekannteste und touristisch am häufigsten besuchte Park in Sambia, nicht zuletzt durch seine hohe Dichte an Wild. Ständig wasserführende Lagunen, eine dichte Buschvegetation, wunderschöne Auenlandschaften, weite Ebenen und Miombo Wald prägen den Nationalpark. Ein weiteres Highlight sind die sehr häufigen Leoparden Sichtungen bei Nachtsafaris und die legendären Buschwanderungen. Beides darf nur durch die ansässigen Lodgen durchgeführt werden. Für Selbstfahrer schließt der Park abends.

Sie verbringen den Aufenthalt im beliebten Flatdogs Camp „nur Unterkunft“. Ein kleiner Pool, ein Internetcafé und Restaurant sind vorhanden.

TAG
18
SOUTH LUANGWA – LUSAKA (FAHRT CA. 7 STD.)

Die Strecke bis Lusaka können Sie verkürzen und unterwegs im Bridge Camp bei der Luangwa Brücke auf halber Strecke übernachten.

TAG
19
LUSAKA – ABREISE (FAHRT CA, 5 STD.)

Heute legen Sie die letzten Kilometer nach Lusaka zurück und verabschieden sich dann von Ihrem Mietwagen, entweder am Flughafen bei spätem Heimflug oder am Hotel, sollte eine weitere Übernachtung aus flugtechnischen Gründen nötig sein.

INFO

  • Für die Einreise nach Sambia wird ein Visum benötigt. Dieses kann vorab online beantragt werden
  • Die Trockenzeit von Juni bis Oktober ist die beste Reisezeit. Die Regenzeit dauert in Sambia von November bis Mai. Die meisten Parks sind dann geschlossen. Die Pisten verwandeln sich dann in schwer befahrbare Schlammstrecken. Auch der Mai ist für Selbstfahrer noch nicht geeignet.
  • Die Strecken führen durch abgelegene Regionen. Erfahrung im Fahren im Tiefsand und durch Flüsse sollte vorhanden sein.

 

Im Preis enthalten

  • Mietwagen mit unbegrenzten Kilometern
  • Vollkaskoversicherung mit Eigenbehalt
  • 2 Fahrer ab 25 Jahren
  • Buchung der Unterkünfte oder Campingplätze

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