Der Tourismus ist als einer der größten Wirtschaftsfaktoren weltweit für ca. 8% der CO² Emissionen verantwortlich. Nur ein Teil davon geht auf das Konto von Flügen und Kreuzfahrschiffen. Was oft außer Acht gelassen wird, sind die Emissionen der Unterkünfte und Transporte vor Ort. Besucher brauchen Unterkünfte. Sie verbrauchen Wasser und Energie durch Wäsche, Dusche, Toilette, Lebensmittel und hinterlassen Abfall. Wenn immer mehr Touristen Einheimische verdrängen und sensible Regionen geradezu überfallen, spricht man vom Overtourismus. Es ist die negative Form der Entwicklung.
Auf der positiven Seite bringt Reisen Begegnung mit anderen Kulturen, stärkt den Artenschutz, sorgt für Arbeitsplätzen und bringt neue Perspektiven. So werden Verstöße gegen die Menschenrechte mitunter sichtbar und können nicht so einfach versteckt bleiben. Es wird die große Aufgabe der nächsten Jahre sein, hier die richtige Bilanz zu finden. Die Vor- und Nachteile für die Natur, das Klima und die Menschen vor Ort, sind ständig gegeneinander abzuwiegen. Unsere Reisen sollen nicht nur unvergessliche Erlebnisse bringen, sondern nach Möglichkeit auch einen positiven Beitrag für Mensch, Tier und lokale Gemeinschaften leisten.
Nachhaltiges Reisen beginnt für uns beim respektvollen Umgang mit kulturellen Traditionen und umfasst ebenso den Schutz natürlicher Lebensräume, den Erhalt der Artenvielfalt sowie faire Partnerschaften mit unseren Leistungsträgern vor Ort. Damit auch zukünftige Generationen die Vielfalt unserer Welt entdecken können, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Reisezielen von zentraler Bedeutung. Nachhaltigkeit im Tourismus betrachten wir dabei ganzheitlich – insbesondere in den Bereichen Klima, Natur- und Artenschutz, Kultur sowie sozialer Verantwortung.
Wir arbeiten bevorzugt mit langjährigen Partnern zusammen, die unsere Werte teilen und nachhaltiges Handeln aktiv unterstützen. Viele der angebotenen Unterkünfte kennen wir persönlich und wählen diese gezielt nach qualitativen und nachhaltigen Kriterien aus. Besonders in Afrika und zunehmend auch in Indien setzen wir auf inhabergeführte Unterkünfte sowie kleinere, lokal verankerte Betriebe, die regionale Wertschöpfung fördern.
Bei der Auswahl unserer Unterkünfte achten wir unter anderem auf einen bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen, Maßnahmen zur Abfallvermeidung und Mülltrennung, Recycling, den reduzierten Einsatz von Plastik sowie einen verantwortungsvollen Wasser- und Energieverbrauch. Ebenso bevorzugen wir Unterkünfte mit landestypischem Charakter, die sich harmonisch in ihre Umgebung einfügen und möglichst ressourcenschonend gebaut oder renoviert wurden – beispielsweise unter Verwendung natürlicher Materialien oder durch die Wiederaufbereitung bestehender Baustoffe.
Deshalb kann auch eine etwas einfachere, aber den Gegebenheiten angepasste Unterkunft durchaus gewollt sein. Andererseits vermag eine romantisch-luxuriöse Unterkunft im Top-End Bereich ebenfalls den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.
Unsere Verantwortung im Tourismus
Im Mittelpunkt unserer Vision für ein vertretbares Resien, steht das ganzheitliche Konzept, bei dem alle Faktoren berücksichtigt werden und ineinandergreifen. Die Reduzierung der Umweltbelastungen durch u.a. Einsparung von Wasser, Recycling, Nutzung von Solarenergie ebenso wie die wirtschaftliche Fairness und der Schutz der regionalen Kultur. Unsere Zielgebiete in Afrika und Asien machen zwangsläufig eine Flugreise unvermeidbar. Um die dadurch entstehnde CO² Belastung vertretbar zu halten, setzen wir die Mindest-Aufenthaltsdauer in ein tolerierbares Verhältnis zur Flugstrecke. Zudem führen wir pro Gast ein Beitrag an Atmosfair ab, egal ob dieser bei uns gebucht wurde oder nicht. Atmosfair ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation, die Klimaschutzprojekte im Gold Standard weltweit durchführt. Eine Übersicht zu den Klimaschutzprojekiten finden Sie hier.
Sowohl in Afrika als auch in Indien gibt es ebenfalls zahlreiche NGO`s, die sich für den Arten- und Naturschutz einsetzen. So u.a. in Malawi ein Aufforstungsprojekt, in Sambia das Artenschutzprojekt Project Luangwa sowie zahlreiche soziale Projekte z. B. in Kenia. In Indien unterstützen wir die Initiative Plastic Fischer, die sich die Reinigung von Flüssen zur Aufgabe gemacht hat und die Organisation TOFT. Toft arbeitet eng mit Regierungen, Parkverwaltungen, und lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten, um einen verantwortungsvollen Wildtiertourismus zu fördern, der konkrete Ergebnisse im Bereich des Naturschutzes und der Sicherung von Lebensgrundlagen erzielt. Viele diese Standorte können Sie bei Ihrer Reise besuchen.
Daktari Travel ist Mitglied im Forum Anders Reisen, einem Verband von kleinen und mittelständischen Veranstaltern. Hier haben wir eine Heimat gefunden, da wir uns mit den Zielen und ethischen Anschauungen des Verbandes identifizieren. Als Mitglied haben wir uns zur Einhaltung der Kriterien für verantwortungsvolles Reisen verpflichtet, ebenso wie zur entsprechenden Zertifizierung. Das Tour Cert Siegel muss regelmäßig im Rahmen einer Re-Zertifizierung neu beantragt und im einem externen Audit überprüft werden. Hier finden Sie unseren Nachhaltigkeitsbericht.
Tourismus Zertifikate
Nachhaltigkeitszertifizierungen und anerkannte Standards gewinnen auch im Tourismus zunehmend an Bedeutung. Ähnlich wie bei fair gehandelten Lebensmitteln oder nachhaltig produzierter Kleidung dienen sie dazu, verantwortungsvolles Handeln, fachliche Kompetenz und klar definierte Nachhaltigkeitskriterien transparent nachvollziehbar zu machen. Im Tourismus stehen dabei insbesondere Umwelt- und Naturschutz, der Erhalt der Artenvielfalt sowie soziale Verantwortung, Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen und der Schutz von Kindern im Fokus.
Weltweit existieren zahlreiche Zertifizierungen und Initiativen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Anforderungen. Die Vergabe erfolgt je nach Organisation nach unterschiedlichen Verfahren. Häufig sind Schulungen, verbindliche Richtlinien und regelmäßige Überprüfungen und Bestandteil des Zertifizierungsprozesses. In vielen Fällen werden Unternehmen zusätzlich durch unabhängige Stellen geprüft, um sicherzustellen, dass definierte Standards dauerhaft eingehalten und nachvollziehbar dokumentiert werden. So zum Beispiel bei TourCert und TOFT.
Neben dem Begriff „Zertifikat“ wird häufig auch von „Labels“ gesprochen. Dieser Begriff kann jedoch unterschiedlich verwendet werden und ist nicht immer mit einer unabhängigen Prüfung verbunden. Ursprünglich bezeichnete ein Label vor allem ein individuelles Kennzeichen oder eine Marke mit Wiedererkennungswert. Mit anderen Worten bezeichnet ein Label ein individuelles Design, das der Hersteller selbst kreirt hat. Um mehr Transparenz im Bereich nachhaltiger Tourismusstandards zu schaffen, empfehlen wir den Labelführer Wegweiser durch die Labelwelt. der Schweizer Organisation fairunterwegs, erstellt in Zusammenarbeit mit Tourismus Watch, Brot für die Welt, dem Netzwerk Ecotrans und dem Arbeitskreis Respect, der Naturfreunde International,erstellt.
Nachfolgend finden Sie Zertifizierungen und Organisationen, die wir selbst führen beziehungsweise aktiv unterstützen.
Wir sind darüber hinaus Mitglied bei TOFT, einer indischen gemeinnützigen Organisation, die sich vom anfänglichen Tiger- und Artenschutz zu einem Akteur für eine ganzheitlichen Nachhaltigkeit entwickelt hat. Toft ist heute ein globales Bündnis aus Regierungen, Gemeinden, NGO`s und Besuchern, die alle das Ziel und den Wunsch haben, zur Erhaltung der ursprünglichen Natur und Artenvielfalt Indiens beitragen. Die Erarbeitung und Bereitstellung tragfähiger, langfristiger Lösungen – die auch einen echten wirtschaftlichen Nutzen für diejenigen Menschen schaffen, die in und um Nationalparks und Wildnisgebiete leben, ist dabei von entscheidender Bedeutung. TOFT zertifiziert mit dem PUG Siegel zudem Unterkünfte die naturfreundlich und sozial verantwortlich arbeiten. Um das Siegel zu erhalten ist ein, von externen Fachleuten durchgeführter Zertifizierungsprozeß erforderlich.
Driving Sustainable Destinations
TOFT wurde in zunächst gegründet um die Natur und Tierwelt in Indien zu schützen. Die Organisation unterstützt, plant und finanziert dabei die Erhaltung und Renaturierung der natürlichen Wildnis. Insbesondere die Lebensräume der Tiger sollen durch den geschickten Nutzen eines Safari Tourismus erhalten werden.
TOFT führt dazu eigene Überprüfungen und Audits durch, um Tourismus Zertifikate auszustellen. Lodgen in den indischen Nationalparks werden dabei regelmäßig überprüft. Sie erhalten ein silber, bronze oder gold Siegel. Ausbildung, sensible Durchführung der Safaris und eine umweltschonende Bauweisen der Lodgen werden unter anderem bewertet.
TourCert (CSR Siegel)
CSR steht für Corporate Social Responsibility. Das Siegel wird von der Organsiation TourCert vergeben. Die hiermit zertifizierten Unternehmen erklären sich bereit, Verantwortung für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu übernehmen. Außerdem verpflichten sie sich dazu, ihre Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich zu verbessern. Bestimmte soziale und ökologische Anforderungen müssen erfüllt werden. Diese Verantwortung für faire Bedingungen auf allen Ebenen sind eine fest verankerte Haltung. Letztlich sind sie Grundlage für die strategische Ausrichtung im Unternehmen.
TOFTigers Award
Mit dem TOFTigers Tourism Awards werden Einzelpersonen, Unternehmen die im Natur – u. Wildtiertourismus tätig sind, Umweltschützer und Naturfotographen, für Ihren Einsatz für den Erhalt der Wildnisgebiete des indischen Subkontinents ausgezeichnet. Die Auszeichnungen werden in verschieden Kategorien vergeben.
Speziell für Veranstalter wird die verantwortungsbewusste Gestaltung einer Safari mit entsprechender Information der Besucher bewertet. Der TOFTigers Award feiert regelmäßig mit über 250 geladenen Gästen die Auszeichnungen für den besten Naturtourismus auf dem indischen Subkontinent. Wir sind stolz 2023 den 2. Preis als bester Internationaler Safari Veranstalter erhalten zu haben.
Fair Trade Tourism (FTT)
Dieses Siegel wird überwiegend an touristische Unternehmen in Afrika vergeben. Wer das Siegel trägt, zeigt damit, dass das Unternehmen eine Verpflichtung zu einem fairem und nachhaltigen Tourismus in Afrika eingeht. Sie leisten einen bedeutsamen Beitrag zum Reiseland und für die dort arbeitenden Menschen. Die ethische und ökologische Unternehmenspraxis garantiert eine faire Arbeitsmoral für Mitarbeiter auf Augenhöhe. Diese Zertifizierung ist für Unterkünfte, Aktivitäten, Anlagen, Essensdienstleistungen, Attraktionen und Freiwilligendienste möglich.
The Code
Dieses Siegel wird von der Organisation The Code vergeben. Wer es trägt ist nicht nur Mitglied dieser Organisation, sondern verpflichtet sich auch dazu, die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu verhindern und diese zu schützen. Vor allem auf Reisen im Ausland ist die sexuelle Ausbeutung von Kindern ein oft unterschätzes Problem.
The Code (kurz für The Code of Conduct for the Protection of Children from Sexual Exploitation in Travel and Tourism) ist eine Multi-Stakeholder-Initiative. Mit ihrem Kriterienkatalog, zu dessen Einhaltung sich alle Mitglieder verpflichten, hat sie das Ziel die Reise- und Tourismusbranche zu sensibilisieren. Durch eine intensive Zusammenarbeit und jährliche Abfragen werden Instrumente erarbeitet und den Mitgliedern an die Hand gegeben, die sie dabei unterstützen, die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu verhindern.
The Code wird weltweit von lokalen Organisationen vertreten, die die Reise- und Tourismusbranche vor Ort bei der Umsetzung der sechs Kriterien von The Code unterstützen, wie zum Beispiel ECPAT Germany.

Atmosfair
Atmosfair ist ein deutsche Organisation, die mit Klimaschutzbeiträgen Projekte in Entwicklungsländern / im globalen Süden investiert, die CO² einsparen. Diese tragen dazu bei, die Klimaziele des jeweiligen Projektlandes zu unterstützen. So fließen unsere inkludierten Beiträge in ein Projekt mit effizienten Öfen für Familien in Indien. Der Bedarf an Feuerholz in Indien ist weit höher als das Angebot aus nachhaltig nachwachsenden Rohstoffen. Das bedeutet, dass ein Teil des Holzes, das zum Kochen und für die Produktion von konventioneller Kohle gewonnen wird aus nicht-nachhaltigen Quellen stammt. Durch die Einführung von effizienten Öfen und den Ersatz von konventioneller Kohle reduziert atmosfair den Bedarf an Holz langfristig und damit auch den Anreiz für illegalen Holzeinschlag und Raubbau an den Wäldern. Mehr Holz verbleibt in den Wäldern, was der fortschreitenden Walddegradierung in Indien entgegenwirkt. Die effizienten Holzvergaseöfen sparen 50% Feuerholz ein und ermöglichen rauchfreies Kochen. Da es sich um eine spezielle Pyrolysetechnik handelt, entsteht als Nebenprodukt Holzkohle. Das Projekt hat Gold Standard und fällt unter ein Contribution Claim.

Green Leaf Kerala
Green Leaf Kerala ist ein System zur Klassifizierung von Ayurveda Zentren. Die Regierung des indischen Bundesstaates Kerala führte diese Zulassungsform bereits 1998 ein. Das Siegel erhalten geprüfte Einrichtungen, welche bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Dazu zählen die Aufrechterhaltung von Gesundheitsvorschriften und Sicherheit. Basierend auf den Angeboten und deren Qualität, erfolgt eine Einstufung in drei Kategorien. Dabei steht Silver steht für die einfachste Form und Gold für höchste Ansprüche. Diese Form der Bewertung für Ayurveda Resorts & Kliniken ist weltweit einmalig.

Eco Tourism Kenya
Eco Tourism Kenya fördert nachhaltige Tourismuspraktiken innerhalb der kenianischen Tourismusindustrie. Damit beinhaltet das Siegel die Förderung von optimaler Nutzung der Tourismusresourcen. Die Zusammenarbeit mit einheimischen Unternehmen ist ein wichtiger Bewertungspunkt. Darüber hinaus zählt auch das Verhalten im Umgang mit Abfall und Emissionen.
SAHIL
SAHIL ist ein Projekt in Indien, das die schwächere Bevölkerungsgruppe unterstützt. Sozial-ökonomische Programme vermitteln Fähigkeiten, die letztlich zu einem besseren Leben führen sollen. Das sind zum Beispiel Computer Kenntnisse, Gärtnern, das Bestellen von Feldern, Drucken oder das Herstellen von Töpfen. SAHIL nimmt sich auch der Gesundheit an, indem Ärzte regelmäßig in die Dörfer geschickt werden. Das Projekt sensibilisiert außerdem das Naturverständnis der und die Identifikation mit der einheimische Kultur. Außerdem arbeitet SAHIL mit anderen Organisationen zusammen, um die Probleme Indies zu identifizieren und Lösungen zu finden. Eine Broschüre zum download finden Sie hier.

Plastic Fischer
Saubere Flüsse = saubere Meere. Das ist die Kernbotschaft der NGO Team Plastic Fischer, die in Indien und Indonesien aktiv sind. Mit einem speziell entwickelten System “fischen” die Mitarbeiter von Plastic Fischer, Kunststoff Müll aus den Flüssen, sodass diese nicht weiter ins Meer gelangen. Auf diese Weise gesammeltes Platik wird zudem weiterwertet. Gleichzeitig wurden auch über 80 lokale, neue Arbeitsplätze geschaffen. Es ist somit eine win-win Situation für die Menschen und die Natur vor Ort. Dazu stellt die reduzierte Plastikverschmutzung der Meere auch einen Schutz der Meerestiere dar. Daktari Travel unterstützt als erster Reiseveranstalter diese wichtige Arbeit.
Fairness im Tourismus & soziale Projekte
Für viele Menschen, die in unseren Zielgebieten arbeiten, stellt der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle dar. Deshalb unterstützen wir bevorzugt Betriebe, die ihr Personal aus den umliegenden Ortschaften rekrutieren und ihnen so, einen Arbeitsplatz und eine solide Ausbildung geben. Damit steigt die Chance auf ein gesichertes Einkommen und ihr Lebensstandard wird verbessert. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir die Menschen außerdem durch verschiedene soziale Projekte. Diese richten sich auf Bildung, den Erhalt der lokalen Kultur, gesundheitliche Fragen und den wirtschaftlicher Aufbau der Region. Somit profitieren auch die Menschen vor Ort, direkt vom Tourismus.
Eine erfolgreiche Reise hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter vor allem auch von gut ausgebildeten Guides, die über ein fundiertes Wissen über die Natur, die Geschichte und die Kultur ihres Landes verfügen. Zusätzlich muss ein guter Guide auch mit seinen Gästen kommunizieren können. Er oder sie sollten außerdem Eindrücke über das moderne Leben im Gastland vermitteln. Faire Arbeitsbedingungen, die sich durch Chancengleichheit und ein angemessenes Gehalt auszeichnen, sind uns ein besonderes Anliegen, welches wir auch kommunizieren. Wir unterstützen deshalb vor allem den Einsatz von Frauen als Guides. Zum Beispiel in Uganda, Kenia und Indien.

Delhi by Locals
Delhi by locals ist ebenfalls eine 2016 privat gegründete Organisation, die wir von Beginn an durch Buchung der City Führungen unterstützen. Die außergewöhnlichen Stadtbesichtigungen finden mittlerweile neben Delhi auch in Agra und Jaipur statt. 50 % der erwirtschafteten Einkünfte fließen dabei in gemeinnützige Initiativen der angegliederten NGO Learning by Locals. Vor allem junge Menschen werden hier die erforderlichen Fähigkeiten an die Hand gegeben, sich beruflich weiter zu entwickeln. Die Besichtigungen werden von junge, leidenschaftlicher Fremdenführer durchgeführt, von denen viele Studenten sind. Diese Touren bieten deshalb für den Besucher, neben all der Geschichte und Kultur auch sehr persönliche Einblicke das Alltagsleben der Städte und damit eine anregende Erfahrung.
Travel for Impact
Eine Reise nach Afrika wird nachhaltig, wenn Sie auch eine positive Wirkung für die Tiere, das Land und die Menschen vor Ort hat. Travel for Impact – wörtlich Reisen mit Wirkung – ist eine NGO in Botswana, die genau dies verspricht. Botswana bietet unvergessliche Erlebnisse in einer einmaligen, berührenden Wildnis. Dabei setzen unsere Partner vor Ort und wir setzen alles daran, damit Sie um viele Eindrücke reicher zurückkehren. Aber nicht nur Sie gewinnen so, denn mit ihrer Safari tragen Sie dazu bei soziale Projekte zu finanzieren. Für jede über uns und unsere Partner gebuchte Übernachtung geht 1 USD an Travel for Impact.
Die Projekte die damit finanziert werden reichen von Bildungseinrichtungen, sozioökonomischen Entwicklung von Gemeinden im Nordwesten Botswanas bis zur Stärkung von Frauen.
Indien Salaam Baalak
Mira Nair ist eine erfolgreiche Bollywood Regisseurin, die 1988 die NGO Salaam Baalak Trust gründete. Die gemeinnützige Organisation mit Sitz in Delhi, kümmert sich um die Straßenkinder, indem sie Kindern unter 18 Jahren, Hilfe und Unterstützung bei der Ausbildung anbietet. Der Trust nimmt diese Kinder auf, ohne Unterschied von Geschlecht, Religion, Kaste, Hautfarbe oder Nationalität. Der Trust bietet auch ein Volontariat an. Eine ehemalige freiwillige Mitarbeiterin aus England, kam auf die Idee Führungen durch die sonst weniger besuchten Viertel der Stadt anzubieten. Das Besondere daran war und ist, dass die Guides alle ehemalige Straßenkinder sind. Der Salaam Baalak Walk ist inzwischen zu einer etablierten Institution geworden. Der Besucher erfährt dabei viel über das Leben abseits vom gehobenen Mittelstand und Glamour der Superreichen. Die Jugendlichen wiederum verbessern Ihre Sprachkenntisse und steigern ihr Selbstwertgefühl.
Intensives Reiseerlebnis und Reisen in Gelassenheit
Private Reisen für zwei oder gar eine Person sind kostspielig. Daran führt kein Weg vorbei. Der Planungsaufwand, die Logistik vor Ort, der Transport – all dies bedeutet für 2 Personen mehr Arbeit und Aufwand als für 20. Nur Masse ist preiswert machbar. Dafür ist aber der persönliche Gewinn um ein vielfaches größer, der Erlebnischarakter viel intensiver. Der Gast kann sich die Zeit und Ruhe nehmen, ein Land und seine Menschen wirklich kennen zu lernen. Dabei sind nicht nur der Tagesablauf, sondern auch die Etappen individuell gestaltbar. Reisen zu zweit oder in kleinen Gruppen hinterlassen vielfältigste Eindrücke.
Auch in einer Kleingruppe reist man noch nachhaltig. Wenn wir solche Gruppenreisen anbieten, sind es meist nur 4 bis max. 12 Teilnehmer. Reisende in Kleingruppen suchen den dem preislichen Vorteil, überwiegend Gleichgesinnte mit denen sie bereits unterwegs das Erlebte teilen können.
Die Tendenz möglichst viel an Sehenswürdigkeiten, Nationalparks usw. in eine 10 Tage Urlaubsreise zu packen ist weder nachhaltig noch erholsam. Jagen wir nicht genug Terminen im Alltag nach? Nutzen Sie lieber die Auszeit um abzuschalten. Warum also nicht alles entspannt genießen, die Natur neu entdecken, belauschen und sich plötzlich wieder als Teil davon wiederzufinden. Das gilt auch für Kulturen, fremde Gerüche, Essens- und Lebensgewohnheiten. Wer hier mit Hektik und einer Mentalität des reinen Abhakens von der Liste rangeht, beraubt sich selbst der faszinierenden Details, der Mystik fremder Länder und ihrer Zusammenhänge.
Arten- und Naturschutz
Ob Sie nach Afrika oder Indien reisen, der Arten-und Naturschutz ist dabei immer ein wichtiger Bestandteil unserer Angebote. Der international genutzte Begriff Conservation beschreibt dies etwas genauer. Er umfasst den Schutz von Pflanzen und Tieren, Naturgebieten sowie den Erhalt diverser Lebensräume und bezieht sich dabei insbesondere auf den Schutz vor den schädlichen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten. Bei den unterschiedlichen Conservation Projekten die Sie allein durch Ihre Safari Buchung unterstützen, handelt es sich daher um Bemühungen, eine intakte Umwelt zu erhalten. Dies reicht vom Klimaschutz bis zum Schutz ganzer Biotope. Letztlich dienen diese auch dem Fortbestand lebenswichtiger Ressourcen für Mensch und Tier.
Doch wie lässt sich ein richtiger Arten-und Naturschutz umsetzen? Er fängt bei kleinen Maßnahmen wie Müllvermeidung und -befreiungsaktionen an, reicht von Alternativen zum unkontrollierten Abholzen von Urwäldern bis zum sparsamen Umgang mit Wasser und der Ablehnung von Platik. Die Schaffung von sogenannten Korridoren für Tierwanderungen, Vermeidung von Überdüngung oder die Bekämpfung von Wilderei sind weitere wichtige Maßnahmen im Arten- und Naturschutz. Um dies zu erreichen, ist das Vermitteln von Wissen über die Umwelt und deren Bedeutung für uns alle, ein essentieller Faktor. So helfen Schulungen auch von Erwachsenen, dabei ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Biodiversität zu fördern. Langfristig lässt sich dies aufbauen, indem die heranwachsende Generation in Afrika und Indien an die Tier- und Pflanzenwelt herangeführt wird.
Arten- u. Naturschutz in Ostafrika
Kenia gilt als eines der führenden afrikanischen Länder, im Bereich Arten- und Naturschutz. Das Land beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt, darunter Elefanten, Nashörner, Löwen, Giraffen und viele endemische Vogelarten. Die Bestände an Nashörnern sind immer noch stark durch Wilderei bedroht. Aus diesem Grund hat beispielsweise der Betreiber der Rhino Watch Safari Lodge, das Rhino Awareness Programm ins Leben gerufen. Das Projekt in der Laikipia Region in Kenia fördert unter anderem die Schaffung eines Bewusstsein für diese Tiere in den regionalen Schulen. Darüberhinaus werden auch Patenschaften angeboten. Ein anderer Ansatz ist die Entwicklung von technischen Möglichkeiten, wie der Einsatz von Drohnen bei der bekämpfung von Wilderei und die Nutzung von speziell trainierten Hunden im Einsatz gegen Wilderer.
Auch die Betreiber der Hatari und Shumata Lodge in Tansania engagieren sich seit Jahren bei verschiedenen Projekten. Sie sind Gründer der Momella-Stiftung, deren Ziel es ist Einwohnern durch Bildung und Berufsausbildung helfen, die Armut zu überwinden. Ein allgemeines Problem, wenn Menschen immer tiefer in die Lebensräume der Tiere eindringen, ist der sogenannte Human-Animal-Conflict (Mensch-Wildtier-Konflikt). Elefanten, Löwen und andere Widltiere durchqueren oder nutzen dann Gebiete, die auch von Menschen bewohnt oder bewirtschaftet werden. Dies kann zu Schäden, Bedrohungen oder teils massiven Verlusten auf beiden Seiten führen. Wildtiere stellen mitunter auch eine direkte Gefahr für das Leben der Dorfbewohner dar, wenn sie, bedingt durch Umwelteinflüsse wie langanhaltende Dürren, immer näher an die Dörfer herankommen. Denn die dort gehaltenen Nutztiere sind eine leichte Beute.
Auf internationalen Foren gibt es zahlreiche Lösungsvorschläge, die sich überwiegend auf Abschreckung konzentrieren. Andere Ansätze setzen auf Elektrozäune oder Bienenstöcke entlang der Zäune, die vor allem Elefanten abwehren sollen. Innovativ ist die Idee von einer dicht wachsenden natürlichen Hecke der afrikanischen Wilddattel. Sie sind während der Wachstumsphase mit Discolichtern ausgestattet, die der Abschreckung dienen. Ebenso wie der Honig der Bienen, können die Datteln zudem vermarktet werden.

Arten- und Naturschutz in Indien
Artenschutz hat in Indien eine lange Geschichte, ohne große Aufmerksamkeit auf der Weltbühne. Die Wildlife Conservation Society India (WCS) ist hier die führende Naturschutzorganisation. Die NGO arbeitet eng mit Regierungsbehörden zusammen und setzt modernste Technologien wie Kamerafallen und GPS-Tracking ein, um Wildtierpopulationen zu überwachen und Schutzmaßnahmen zu optimieren. Inzwischen fördert die WCS gemeindebasierte Schutzprojekte, bei denen lokale Gemeinschaften aktiv in den Naturschutz eingebunden werden.
Die Unterkünfte in den Nationalparks in Indien liegen außerhalb der eigentlichen Parks in sogenannten Puffer Zonen oder auf Privatbesitz. Der Umweltgedanke hat sich in den letzten auch hier stark weiterentwickelt. So verzichten viele Betreiber mittlerweile komplett auf Einwegplastik. Ein sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Recycling gehört zur Betriebsphilosophie. Man bemüht sich um einen nicht invasiven Bau und nutzt z.B. Treibholz für Möbel oder defekte Kacheln für Bodenbeläge.
Es zeigen sich Bewegungen weg vom kultivierten Umfeld. Statt dessen erlaubt man dem natürlichen Lebensraum wieder zu verwildern. Mitunter werden die Böden mit einheimische Pflanzenarten ergänzt. Unser Safari Partner in Madhya Pradesh agiert umweltbewußt und fördert auch die Bildung im Arten-und Nutzschutz durch diverse Schul- und Ausbildungsprojekte.
Für die Kombination Arten-und Naturschutz engagiert sich ebenfalls TOFT, ein Zusammenschluss von Reiseveranstaltern aus Indien und europäischen Partnern. Das zentrale Element war zu Beginn der Schutz des Lebensraumes des Bengalischen Tigers. Eine eigene Zertifizierung mit Gütesiegel wurde etabliert. Das Akkreditierungssystem TOFTigers PUG Mark wurde vom Global Sustainable Tourism Council der Vereinten Nationen als höchster Standard für Öko – Unterkünfte in Indien und Nepal anerkannt.
Teilnehmende Camps verpflichten sich zu Energieeinsparung, Nutzung von erneuerbaren Energien, Überwachung des Wasserverbrauchs und Sparmaßnahmen bis hin zu Abfalltrennung, Recycling und Erhalt der natürlichen und kulturellen Umgebung. Lokale Produkte, fairer Handel sowie eigene Gemüsegärten werden positiv bewertet. Sie durchlaufen eine lange, ausführlichen Prüfung. Die Zertifizierungen sind ähnlich dem TourCert Siegel befristet und unterliegen somit einer regelmäßigen Kontrolle.












