Die erste Nacht im offenen Bushcamp ist für viele unserer Kunden ungewohnt. Kein Zaun, keine Mauer, manchmal nur wenige Meter zwischen Dachzelt und Busch. Und dann raschelt es plötzlich neben dem Auto. Eine Selbstfahrerreise durch Afrika wirft bei vielen zunächst einige Fragen auf. Für uns von Daktari Travel ist sie eine besonders schöne Möglichkeit, Afrikas Ursprünglichkeit zu erleben.
Die Campingplätze in Sambias Nationalparks wie dem South Luangwa oder dem Kafue sind oft offen. Hier ist die Natur kein Hintergrund, sondern Ihr direkter Nachbar. Für viele Selbstfahrer ist der Gedanke daran zunächst ungewohnt. Wer die Regeln des Camps kennt und sich nachts entsprechend verhält, gewöhnt sich meist schnell an diese besondere Art des Campens.

Ist Wildcamping in Sambia erlaubt oder nur auf offiziellen Campingplätzen?

Wildcamping auf eigene Faust ist in Sambia nicht die Variante, die wir für Selbstfahrer empfehlen. Übernachtet wird auf ausgewiesenen Campingplätzen beziehungsweise auf den Stellplätzen der Camps und Lodges. Gerade in den Nationalparks sollte man nicht einfach irgendwo sein Dachzelt aufstellen. Die Plätze können dabei sehr unterschiedlich sein: Manche liegen direkt an einer Lodge und bieten gute Sanitäranlagen, andere sind deutlich einfacher und mitten in der Natur. Wichtig ist vor allem, die Regeln des jeweiligen Camps zu beachten – schließlich können sich Elefanten, Flusspferde und andere Wildtiere auch nachts frei bewegen.
Wie Sie sich bei nächtlichen Tierbegegnungen verhalten
Dass Elefanten nachts zwischen den Stellplätzen hindurchziehen oder Flusspferde in der Nähe der Zelte grasen, kommt in Sambias Wildnis-Camps durchaus vor. Wie oft solche Begegnungen stattfinden, hängt von der Lage des Camps ab. Entscheidend ist, die Regeln des jeweiligen Camps zu kennen und sich nachts entsprechend zu verhalten.

  • Genießen Sie den Abend – und bleiben Sie nachts im Zelt:
    Ob Sie den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen oder im Restaurant einer angeschlossenen Lodge verbringen, bleibt Ihnen überlassen. Nutzen Sie das Lagerfeuer aber ausschließlich an der dafür vorgesehenen Stelle und nach den Regeln des Camps. Wichtig: Ein Lagerfeuer ist kein verlässlicher Schutz vor Wildtieren. Sobald Sie sich zur Nacht in Ihr Dachzelt zurückziehen, bleiben Sie dort. Sollten Sie nachts Tiere direkt neben dem Wagen hören, bleiben Sie ruhig und verhalten Sie sich unauffällig.
  • Lebensmittel sicher verwahren: Lebensmittel, Müll oder andere Geruchsquellen haben im Dachzelt oder auf der offenen Ladefläche nichts verloren. Bewahren Sie sie über Nacht ausschließlich so auf, wie es das Camp vorschreibt – sei es in einem verschlossenen Bereich, einer robusten Box oder, falls ausdrücklich erlaubt, im verschlossenen Fahrzeug. Fragen Sie bei der Ankunft einfach nach der örtlichen Regelung – das spart Ihnen und den Tieren unnötigen Stress.
  • Nächtliche Begleitung in Camps mit Lodge-Anbindung: In vielen Camps mit angeschlossener Lodge verbringen Sie den Abend oft gemütlich im Restaurant oder an der Bar. Für den Rückweg zu Ihrem Dachzelt steht Ihnen nach Einbruch der Dunkelheit häufig ein Mitarbeiter oder Nachtwärter zur Seite. Mit einer starken Lampe leuchtet er den Pfad aus und begleitet Sie sicher bis zu Ihrem Fahrzeug.

Ein Leopard liegt im Unterholz in Luambe, Sambia

Wie schützt man sich vor Tsetsefliegen bei einer Selbstfahrer-Safari in Sambia?

Tsetsefliegen sind in einigen dichter bewachsenen Regionen Sambias unterwegs. Ihr Stich kann schmerzhaft.

So können Sie das Risiko deutlich verringern:

  • Tragen Sie helle Kleidung: Tsetsefliegen fliegen besonders auf dunkle Farben wie Schwarz oder Dunkelblau. Im Busch sind helle, neutrale Töne wie Khaki, Beige oder Olivgrün die beste Wahl.
  • Wählen Sie fest gewebte Stoffe: Die Insekten können durch dünne Stoffe hindurchstechen. Lange Hosen und langärmlige Hemden aus möglichst dicht gewebtem Material bieten zusätzlichen Schutz.
  • Insektenschutz nutzen: Bei Tsetsefliegen  ist die Wirkung von DEET-Sprays nur sehr begrenzt. Der Schwerpunkt sollte auf geeigneter Kleidung liegen. Besonders wichtig sind lange, möglichst dicht gewebte Kleidung und – je nach Situation – entsprechend behandelte / imprägnierte Kleidung.

Malariaschutz: Unverzichtbar in Sambia

Sambia ist ein Malariagebiet. Die Mücken sind vor allem zwischen Dämmerung und Morgengrauen aktiv. Lassen Sie sich frühzeitig vor Ihrer Abreise zur Malariaprophylaxe beraten. Schützen Sie sich abends zusätzlich durch lange Kleidung, Mückenspray für freie Hautstellen und je nach Unterkunft ein Moskitonetz.

Komfort im Bushcamp: Das Beste aus zwei Welten

Für viele unserer Kunden ist genau diese Mischung der Reiz: Tagsüber unterwegs im eigenen Fahrzeug, abends im Dachzelt – und trotzdem gibt es je nach Camp die Möglichkeit, Restaurant, Pool oder Sanitäranlagen der Lodge zu nutzen.

  • Camps mit Lodge-Anbindung: Orte wie das Kiambi Camp am unteren Sambesi, das Pioneer Camp nahe Lusaka oder die Kaingu Safari Lodge am Kafue-Fluss bieten sowohl komfortable Lodge-Chalets als auch direkt angeschlossene Campingareale.
  • Nutzen Sie die Infrastruktur der Lodge: Als Camper genießen Sie die Freiheit im eigenen Dachzelt – haben aber gleichzeitig Zugang zu den Annehmlichkeiten der Lodge. Restaurant, Bar, Pool und saubere Sanitäranlagen stehen Ihnen zur Verfügung (je nach Verfügbarkeit und Saison).
  • Flexibilität: Sollten Sie unterwegs spontan Lust auf ein festes Bett oder etwas mehr Luxus haben, lässt sich je nach Camp vor Ort auch ein festes Zimmer organisieren.
  • Sicherheit im Camp: Die Plätze sind zwar oft nicht eingezäunt, damit Wildtiere ungehindert wandern können. In vielen Camps gibt es Mitarbeiter oder Ranger, die mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut sind und bei Fragen oder besonderen Situationen unterstützen können.

Feuerstelle auf Aussichtsplattform der Kafunta Lodge South Luangwa

Wann lohnt sich ein Konvoi oder eine Begleitung?

Auf vielen etablierten Selbstfahrer-Routen in Sambia ist ein zweites Fahrzeug nicht notwendig.  Anders sieht es bei sehr abgelegenen Strecken oder schwierigen Pistenverhältnissen aus. Nach der Regenzeit (ca. März bis Mai) können beispielsweise im Kafue National Park einzelne Passagen anspruchsvoll werden. Hier kann es sinnvoll sein, mit einem zweiten Fahrzeug unterwegs zu sein oder für einen schwierigen Abschnitt einen lokalen Guide dazuzunehmen.

Bei der Routenplanung achten wir deshalb darauf, dass die gewählten Strecken zur jeweiligen Jahreszeit und zum Fahrzeug passen.

Was uns Kunden zu Sicherheit im Busch am häufigsten fragen

In unserer Reiseberatung kommen beim Thema Wildnis-Camping fast immer dieselben Fragen auf. Wir beantworten sie ganz ehrlich – aus eigener Erfahrung:

  • Wie sicher schläft man wirklich im Dachzelt?
    Das Dachzelt bietet Ihnen Abstand zum Boden und ist in den von uns gewählten Camps eine bewährte Schlafmöglichkeit. Trotzdem gilt: Lebensmittel und andere stark riechende Dinge (auch Kosmetika) gehören nicht ins Zelt, und die Regeln des jeweiligen Camps sollten immer beachtet werden.
  • Ist man auf dem Campingplatz völlig auf sich allein gestellt?
    Nein – zumindest nicht in den Camps, die wir für unsere Reisen auswählen. Durch die Anbindung an die Lodges gibt es Camp-Manager, Ranger oder Guides vor Ort, die die Lage genau kennen und Ihnen bei Fragen oder Unsicherheiten sofort zur Seite stehen.
  • Kann man nachts bedenkenlos zur Toilette gehen, wenn man im Camperzelt schläft?
    Auf uneingezäunten Stellplätzen im Busch gilt: Nach Einbruch der Dunkelheit bleibt man im Zelt oder Fahrzeug. Für die Nacht empfiehlt sich daher eine kleine, unkomplizierte Lösung wie eine Campingtoilette oder Urinflasche direkt im oder am Zelt. Wenn Ihr Stellplatz an eine betreute Lodge angebunden ist, können Sie sich abends auf Wunsch von einem Guide zu Ihrem Zelt oder den Sanitäranlagen begleiten lassen.

Die Wildnis genießen – mit Respekt und dem richtigen Bauchgefühl

Wer die Regeln kennt und sich darauf einstellt, dass im Busch nicht alles planbar ist, wird das Schlafen im Dachzelt schnell zu schätzen wissen. Genau diese Nähe zur Natur ist für viele unserer Kunden einer der schönsten Teile einer Sambia-Reise.

Sie möchten die Wildnis Sambias sicher und authentisch im Dachzelt erleben? Wir beraten Sie gerne persönlich und stellen Ihnen eine durchdachte Route mit den schönsten Camps zusammen – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

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Über den Autor: Sonja Krause

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